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Wie sieht die ideale Stadt der Zukunft aus? Heute sollen Maestro und seine jungen Freunde versuchen, sie zu konzipieren. Sie halten einige Punkte für unabdingbar: so zum Beispiel das Bauen mit verbesserten Materialien, Verkehrsberuhigung, Verringerung der Umwelt- und Lärmbelastung und die Verbannung von Industrieanlagen aus den Innenstädten. Pierrette und Jumbo entwerfen ein Nullemissionshaus mit Wärmedämmung, Doppelverglasung, Energiesensoren, Regenwasserauffangvorrichtung und Abwasserwiederaufbereitung, Abfallsortierung und -recycling und vielem mehr. Um weitere Ideen für die ideale Stadt zu bekommen, geht die Reise heute nach Curitiba in Brasilien, eine Großstadt mit vorbildlicher Städteplanung: Es gibt dort ausgedehnte Grünanlagen, sehr gute Nahverkehrsverbindungen, die den Individualverkehr fast nur auf Radfahrer reduziert haben. Es gibt Kirchen und Gebetshäuser für sämtliche Konfessionen – und eine revolutionäre Idee: das Tauschprogramm „Müll gegen Nahrungsmittel“. Das Ergebnis: Alles wird von der Bevölkerung gesammelt und wiederverwertet; die Stadt ist sauber, und es herrscht deutlich weniger Armut – eine wahre Musterstadt. Pierrette und Jumbo besuchen BedZED (Beddington Zero Energy Development) in der Nähe von London, das erste zu 100 Prozent CO2-neutrale Stadtviertel. Es ist nur eine kleine Siedlung, doch das Besondere an ihr ist, dass von außen keinerlei Energie zugeführt werden muss. Über Schornsteine werden die Kühlung und der Wärmeaustausch geregelt, terrassenförmig angelegte Gärten sorgen für Isolierung sowie für die Aufbereitung von Regenwasser. Ein großartiger Schritt in Richtung nachhaltige Entwicklung, an dem sich viele Länder ein Beispiel nehmen dürften – nicht zuletzt China, wo nach dem Vorbild von BedZED in wenigen Jahren die Modellstadt Dongtan mit 500.000 Einwohnern entstehen soll. Zum Schluss nehmen Maestro und seine Freunde die höchsten Wolkenkratzer der Welt in Augenschein, die eine Antwort auf den Platzmangel in den heutigen Mega-Citys sind. (Text: arte)