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Wassermangel ist weltweit eines der dringlichsten Probleme. Heute haben 1,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, bis in 20 Jahren könnte die Hälfte der gesamten Menschheit betroffen sein. Deshalb sind Lösungen mehr denn je gefragt. Maestro, Psi, Pierrot und Grumo vom Club der „Erben der Erde“ begleiten weitere Freiwillige zu einer Reise nach Indien, Bangladesch, Mexiko und in die Sahelzone. Dort beobachten sie, wie ein Volksstamm seine Heimat verlassen muss: Der See, an dem diese Menschen lebten, ist ausgetrocknet. Sie konnten nicht mehr fischen. Die Tiere, die sie jagten, sind verschwunden und sie konnten ihre Felder nicht mehr bestellen. Der Weg ist lang und anstrengend. Zum Glück kommt ihnen eine Kamel-Karawane zu Hilfe. Dann entdecken sie eine Stelle mit spärlichem Pflanzenbewuchs. Hier muss es Wasser geben! Sie graben fieberhaft, mit Behelfswerkzeug oder mit bloßen Händen. Eine schwere, schweißtreibende Arbeit. Doch in der Tiefe stoßen sie dann endlich auf Wasser. Die Freude ist groß! Als der schlimmste Durst gestillt ist, machen sich die Nomaden begeistert daran, sich häuslich einzurichten. Die jungen Freunde helfen, wo sie nur können, und geben Ratschläge. Um einen Brunnen herum wird eine Mauer errichtet, um zu verhindern, dass das Wasser verunreinigt wird. Etwas weiter weg gräbt man einen zweiten Brunnen für das Vieh. Anstatt Wasser eimerweise über die Setzlinge zu gießen, wird ein intelligentes Bewässerungssystem angelegt, bestehend aus Schläuchen, die jede Pflanze über ein kleines Loch bewässern. Fernab der Brunnen wird eine Sickergrube ausgehoben und darüber ein hölzernes Toilettenhäuschen errichtet. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Am Abend zuvor setzen sich die vier Freunde mit dem Stammesoberhaupt zusammen und geben ihm wertvolle Tipps für einen besseren Umgang mit dem kostbaren Nass. Sie diskutieren zusammen bis tief in die Nacht. Die Freunde versprechen, einen Appell an die Menschen zu Hause zu richten, damit neue Brunnen in der Region ausgehoben werden – denn in der Tiefe gibt es durchaus Grundwasservorkommen. Am nächsten Tag machen sich die vier Freunde auf den Heimweg. Das ganze Dorf versammelt sich, um von ihnen Abschied zu nehmen.(Text: arte)